Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll? Dr. Chatterjees Guide

Nicht alle Nahrungsergänzungsmittel sind ihr Geld wert – aber manche schon. Hier lernst du, worauf es wirklich ankommt: den modernen Nährstoffmangel verstehen, Qualität erkennen und wissen, wann Supplements für dich Sinn ergeben.

Geschrieben von Gesundheitsexperte Dr. Rangan Chatterjee
5 MIN READ — ZULETZT AKTUALISIERT — 06/04/2026

Die Liste der Nahrungsergänzungsmittel, die Dr. Chatterjee empfiehlt, ist kürzer als erwartet. Was dazu gehört – und was du im Regal lassen solltest – erklärt er hier.

Auf einen Blick

  • 01.

    Ernährung kommt immer zuerst. Supplements ersetzen keine ausgewogene Ernährung.

  • 02.

    Die moderne Nährstofflücke ist real: Unsere Lebensmittel enthalten heute weniger Nährstoffe als früher.

  • 03.

    Chronischer Stress hemmt die Verdauung – selbst nährstoffreiche Mahlzeiten werden dann nicht immer optimal aufgenommen.

  • 04.

    Ein hochwertiges Supplement sollte unabhängig geprüft sein, eine echte Erfolgsbilanz haben – und ehrlich sagen, was es nicht kann.

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Dr. Rangan Chatterjee

Professor, Podcaster & Autor

Dr. Rangan Chatterjee ist Professor, Autor und Moderator von „Feel Better, Live More“, dem meistgehörten Gesundheitspodcast in Europa. Er hat sechs internationale Bestseller über Lifestyle-Medizin geschrieben und mit Tausenden von Menschen daran gearbeitet, nachhaltige, evidenzbasierte Gesundheitsgewohnheiten aufzubauen.

Ernährung zuerst. Immer.

Bevor du überhaupt an Supplements denkst: Isst du wirklich die Lebensmittel, die dein Körper braucht? Der Fokus sollte immer darauf liegen, so viel Nährstoffe und Ballaststoffe wie möglich aus der Nahrung zu holen. Das ist meine Überzeugung, und die der meisten anderen Expert:innen.

Bei Lebensmitteln stelle ich mir eine einfache Frage: Würden meine Großeltern das noch als Lebensmittel erkennen? Als Rahmen nicht perfekt – aber ich habe in über 25 Jahren Arbeit mit Menschen festgestellt: Diese Frage verhindert viele schlechte Entscheidungen und macht gute Entscheidungen wahrscheinlicher.

Vieles, was heute als Lebensmittel vermarktet wird, würde diese Hürde nicht nehmen. Hochverarbeitete Produkte – energiereich, arm an Nährstoffen und Ballaststoffen – dominieren die Supermarktregale. Der erste Schritt bei jeder Gesundheitsveränderung ist deshalb nicht ein Supplement, sondern was auf deinem Teller landet.

Aber hier wird es interessanter.

Warum moderne Ernährung oft nicht reicht

Ich stehe klar hinter dem Ansatz, Ernährung zuerst zu stellen. Gleichzeitig denke ich, dass folgende zwei moderne Realitäten selbst bei Menschen mit sorgfältiger Ernährung für suboptimale Nährstoffspiegel sorgen können.

1. Die moderne Nährstofflücke

Durch moderne Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft enthalten unsere Lebensmittel heute weniger Nährstoffe als früher. Selbst mit besten Absichten ist es schwieriger geworden, den eigenen Nährstoffbedarf allein durch Vollwertkost zu decken.

Der Brokkoli auf deinem Teller ist nicht der Brokkoli von vor 50 Jahren. Bodennhährstoffdichte, Erntezeitpunkte, Transport, Lagerung – jeder Schritt der modernen Lebensmittelkette nimmt ein wenig mehr weg. Das Gericht sieht gleich aus, nährt es dich aber noch genauso?

2. Chronischer Stress hemmt die Aufnahme

Das überrascht viele. Selbst wenn Nährstoffe ausreichend auf dem Teller liegen, müssen sie auch aufgenommen werden – und das funktioniert am besten, wenn dein Körper ruhig ist.

Viele von uns essen unterwegs, jonglieren Arbeit und Familie. Stressfrei zu bleiben ist nicht immer leicht. Idealerweise isst du in einem entspannten, achtsamen Zustand.

Das ist ein Teil des Gesprächs, der oft fehlt: Es geht nicht nur darum, was du isst, sondern ob dein Körper es verwerten kann.

Wann Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind

Wenn du stressarm lebst und dich abwechslungsreich ernährst, brauchst du wahrscheinlich nicht viele Nahrungsergänzungsmittel. Aber wie viele von uns leben wirklich so?

Mein eigenes Beispiel werden viele kennen. Als ich anfing, AG1 zu trinken, hatte ich zwei kleine Kinder und pflegte meine ältere Mutter. Eine sehr intensive Zeit. Ich wusste – obwohl ich Ernährung immer priorisiert habe – dass ich wahrscheinlich nicht alles aus meiner Ernährung holen würde, was ich brauchte.

Mein Ziel war nicht, Essen zu ersetzen. Es ging darum, an Tagen abgesichert zu sein, an denen die Ernährung allein nicht reicht. AG1 gab mir die Gewissheit: Auch wenn der Tag voll ist und ich nicht dreimal selbst koche, bekomme ich die Vitamine und Mineralstoffe, die mein Körper und mein Geist brauchen.

Die Frage, die ich jedem stelle, der über Supplements nachdenkt: Nicht „Wird das meine Ernährung reparieren?“, sondern: „Gibt mir das eine sinnvolle Absicherung für meinen Alltag?“

Der Fünf-Punkte-Check für Qualität

Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie ist nicht gut reguliert. Das ist die unbequeme Wahrheit. Zwei Produkte im selben Regal, mit denselben Versprechen, können sich in Qualität, Dosierung und Reinheit erheblich unterscheiden. Hier ist ein kurzer Check, der deine Chancen erhöht, etwas Wertvolles zu kaufen.

1. Unabhängige Qualitätsprüfung

Das ist der wichtigste Faktor. Unabhängige Labore verifizieren, was in der Flasche ist und was nicht. Ich achte auf bekannte Logos: Informed Sport, NSF und die Kölner Liste.

Das Problem mit ungeprüften Produkten? Du gibst möglicherweise Geld für etwas aus, das nicht enthält, was du glaubst. Oder du nimmst Inhaltsstoffe auf, die du nicht willst, zum Beispiel Substanzen, die deiner Gesundheit schaden.

2. Klinische Forschung am fertigen Produkt

Klinische Forschung ist selten, aber wichtig – nicht nur zu isolierten Inhaltsstoffen, sondern zur fertigen Formel, die du kaufst.

Es gibt inzwischen Unternehmen, die das ernstnehmen. Sie versuchen, die Wirksamkeit am Menschen zu belegen. Das ist ein großer Schritt, denn lange hat die Industrie das nicht getan.

Wissenschaft entwickelt sich weiter. Gute Unternehmen auch. Was ich an AG1 immer geschätzt habe: ihr Engagement für Weiterentwicklung. In sieben Jahren habe ich beobachtet, wie sie Qualität und klinische Forschung immer ernster nehmen, und die Formel anpassen, wenn neue Erkenntnisse vorliegen.

3. Eine echte Erfolgsbilanz

Die Industrie hat niedrige Eintrittshürden. Neue Marken kommen, reiten auf einer Marketingwelle und verschwinden wieder. Eine einfache Frage: Wie lange gibt es dieses Unternehmen schon?

Zeit garantiert keine Qualität, aber eine Marke, die 10 oder 15 Jahre besteht, hat echte Ergebnisse geliefert. AG1 ist seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt. Das zählt in dieser Industrie. Es bedeutet, dass echte Kunden drangeblieben sind – darunter ich, seit sieben Jahren. Wer seit sechs Monaten dabei ist und bereits alles mögliche verspricht: Vorsicht.

4. Spürbare Wirkung

Vor gut sieben Jahren empfahl mir ein guter Freund AG1. Ich habe mir das Produkt angeschaut, fand, was mich überzeugte, und fing an, es zu trinken. Sieben Jahre später ist es noch immer fester Teil meiner Routine.

Was ich früh gemerkt habe und heute noch spüre: mehr Energie. Es dauert nicht lange, es zuzubereiten oder zu trinken – und es hilft mir, Energie, Verdauung und Immunsystem zu unterstützen.◊

5. Ehrlichkeit darüber, was es nicht ist

Ein gutes Unternehmen erklärt nicht nur, was sein Produkt kann, sondern auch, was es nicht kann. AG1 macht das: kein Ersatz für Ernährung oder Schlaf, sondern ein Fundament, das andere Gewohnheiten unterstützt.

Wie lange solltest du ein Nahrungsergänzungsmittel testen?

Viele probieren ein Supplement eine Woche lang, fühlen sich nicht transformiert – und hören auf. Manchmal braucht es einfach länger. Ich probiere Dinge in der Regel mindestens drei Monate, bevor ich beurteile, ob sie funktionieren. Das gilt übrigens für die meisten guten Gewohnheiten.

Sind Nahrungsergänzungsmittel nicht zu teuer?

Kosten sind oft das erste Gegenargument und das ist berechtigt. Unternehmen, die es richtig machen, mit echten Tests, echter Forschung und hochwertigen Inhaltsstoffen, machen keine Abstriche. Das kostet.

Ich habe die Rechnung für AG1 selbst einmal nachgerechnet. Ein einfacher schwarzer Kaffee in meinem lokalen Café: 3,10 €. AG1 kostet deutlich weniger als 3 € pro Tag.⬥ Für viele dreht das die Frage um von „Ist das teuer?“ zu: „Wo gebe ich das schon aus, ohne darüber nachzudenken?“

Das Prinzip, das ich anlege: Nicht ob es günstig ist, sondern ob das, wofür du zahlst, Sinn ergibt. Unabhängige Tests, klinische Forschung, eine Marke mit Erfolgsbilanz – das unterscheidet ein durchdachtes Produkt von einem Marketingtrick.

Fazit: Welche Nahrungsergänzungen sich wirklich lohnen

Welche Supplements empfehle ich also wirklich? Wie bei den meisten Dingen: Es kommt auf die Person an. Aber für die meisten Menschen bin ich überzeugt, dass AG1 ein Produkt ist, das kurz- und langfristige Gesundheitsziele unterstützt.◊

Was ich außerdem empfehlen würde, je nach Situation: Vitamin D in den Wintermonaten, Omega-3, wenn du keinen Fettfisch isst, Magnesium bei Schlafproblemen.

FAQ

Frage

Antwort eines Experten

Brauche ich wirklich Supplements, wenn ich mich gut ernähre?

Wenn du stressarm lebst und dich abwechslungsreich ernährst, brauchst du wahrscheinlich nicht viel. Für die meisten von uns hat moderne Ernährung jedoch eine geringere Nährstoffdichte als früher – und chronischer Stress beeinträchtigt, wie gut du aufnimmst, was du isst. Ein gutes Supplement kann an Tagen sinnvoll sein, an denen die Ernährung allein nicht reicht.

Woran erkenne ich ein hochwertiges Supplement?

Fünf Dinge: unabhängige Qualitätsprüfung (achte auf Informed Sport oder die Kölner Liste); klinische Forschung am fertigen Produkt; eine Erfolgsbilanz bei der Weiterentwicklung der Formel; spürbare Wirkung; und Ehrlichkeit darüber, was das Produkt nicht kann. Wenn eine Marke keine dieser Fragen beantworten kann: weiterschauen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Multivitamin und einem Nährstoffkomplex wie AG1?

Ein Standard-Multivitamin liefert eine feste Dosis Vitamine und Mineralstoffe – meistens als Pille. Ein Nährstoffkomplex wie AG1 ist breiter: Er kombiniert Vitamine und Mineralstoffe mit vollwertigen Inhaltsstoffen, Antioxidantien, Polyphenolen und Bakterienkulturen. Keines davon ersetzt deine Ernährung. Welches für dich passt, hängt von deinen Zielen, deiner Ernährung und deinen Bedürfnissen ab.

Wie lange sollte ich ein Supplement nehmen, bevor ich entscheide, ob es wirkt?

Mindestens 90 Tage. Viele hören nach einer Woche auf, weil sie keine Veränderung spüren – aber manchmal braucht es einfach länger. Ich probiere Dinge in der Regel drei Monate, bevor ich beurteile, ob sie für mich funktionieren.

Ist die langfristige Einnahme von Supplements sicher?

Qualitätsgeprüfte Supplements, die in empfohlenen Dosierungen eingenommen werden, sind in der Regel sicher. Die Risiken entstehen bei schlecht getesteten Produkten, sehr hohen Dosen bestimmter Vitamine – oder durch Wechselwirkungen mit Medikamenten. Wenn du Medikamente nimmst oder an einer Erkrankung leidest: Sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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