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Nervensystem beruhigen: Wie Ernährung dich dabei unterstützt

Fühlst du dich getrieben, gestresst oder dauerhaft „angeschaltet"? Dein Nervensystem hängt eng damit zusammen, was du isst. Von zentralen Nährstoffen bis zur Darmgesundheit – so kann Ernährung helfen, Stressreaktionen zu regulieren und ein ruhigeres Gleichgewicht zu unterstützen.

Verfasst von Ernährungsexperte Jamie Wright, MSc
10 MIN READ — ZULETZT AKTUALISIERT — 06/02/2026

Darum geht’s

  • 01.

    Was ist das Nervensystem – und warum spielt es so eine wichtige Rolle?

  • 02.

    Wie Ernährung das Nervensystem beeinflusst

  • 03.

    Zentrale Nährstoffe für ein ruhiges Nervensystem

  • 04.

    Tägliche Routinen, die das vegetative Nervensystem beruhigen

Stress gehört zum Leben – aber er gerät spürbar außer Kontrolle. Wir erleben eine regelrechte Welle an mentalen und kognitiven Belastungen: weniger Stabilität, weniger Regulation, weniger Kapazität, mit dem Dauerdruck umzugehen. Die gute Nachricht: Du kannst gegensteuern.

Auf einen Blick

  • 01.

    Das Nervensystem arbeitet in zwei zentralen Zuständen – Sympathikus (Kampf-oder-Flucht) und Parasympathikus (Ruhe-und-Verdauung). Chronischer Stress hält es leicht im Daueralarm.

  • 02.

    Ernährung spielt eine messbare Rolle bei der Regulation des Nervensystems – sie beeinflusst Nervensignale, Entzündungsprozesse und die Darm-Hirn-Achse.

  • 03.

    Zentrale Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Magnesium unterstützen die Funktion und Belastbarkeit des Nervensystems direkt.

  • 04.

    Über die Darm-Hirn-Achse beeinflusst, was du isst, Stimmung, Stressreaktionen und mentales Wohlbefinden – bis zu 95 % des Serotonins werden im Darm gebildet.

  • 05.

    Langfristige Unterstützung kommt aus konsistenten Routinen: regelmäßige Mahlzeiten, ausgewogene Ernährung, Hydration, Schlaf und Stressmanagement.

Lerne unseren Experten kennen

Jamie Wright, MSc

MSc Humanernährung – Registrierter Ernährungsberater (AFN) & Personal Trainer

Jamie ist registrierter Ernährungsberater (AFN) und Personal Trainer mit einem Master in Humanernährung mit Schwerpunkt Adipositas und Gewichtsmanagement sowie einem Bachelor in Sport- und Bewegungswissenschaft. Er ist Gründer von Balance, dem führenden Ernährungs- und Diätetik-Service in Nordirland, wo er über 1.500 Klient:innen betreut hat – von Büroangestellten bis hin zu Olympioniken – in den Bereichen Körperzusammensetzung, Leistung und Beziehung zum Essen. Mit eigenen Erfahrungen aus Essstörungen und Verletzungen treibt Jamie die Leidenschaft an, Klarheit, Selbstvertrauen und Konsistenz in die alltägliche Ernährung zu bringen.

Warum das Thema so dringend ist

Im dritten Annual Burnout Report (Mental Health UK, 2026) gaben 91 % der britischen Erwachsenen an, im vergangenen Jahr hohem bis extremem Druck oder Stress ausgesetzt gewesen zu sein – bei jungen Menschen zwischen 18 und 24 waren es 93 %, bei Erwachsenen zwischen 25 und 34 sogar 96 %. Jede:r Fünfte musste sich wegen Stress oder mentaler Gesundheit eine Auszeit nehmen. Wenn Stress so selbstverständlich zum Alltag gehört, ist es wichtiger denn je zu verstehen, wie dein Körper darauf reagiert – und was du tun kannst, um ihn zu unterstützen. In diesem Artikel schauen wir uns an, wie dein Nervensystem arbeitet, welche Rolle Ernährung und Darm spielen und welche evidenzbasierten Strategien dir helfen, dich körperlich und mental jeden Tag besser zu fühlen.

Was ist das Nervensystem – und warum spielt es so eine wichtige Rolle?

Das Nervensystem ist die wohl wichtigste Schaltzentrale deines Körpers – ein Signal- und Steuerungsnetz aus Gehirn, Rückenmark und Nerven. Es lässt sich grob in zwei Teile gliedern: das zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS). Das PNS unterteilt sich wiederum in das somatische und das vegetative Nervensystem, und das vegetative Nervensystem weiter in Sympathikus, Parasympathikus und enterisches Nervensystem.

Diese Systeme arbeiten zusammen, um auf innere und äußere Reize zu reagieren. Dein Nervensystem ist „immer an“ – es überwacht laufend, koordiniert Bewegungen, Gedächtnis und Emotionen. Es hält wichtige unwillkürliche Prozesse wie Verdauung, Herzfrequenz und Körpertemperatur aufrecht und reagiert hochsensibel auf wahrgenommene Bedrohungen.

Sympathikus vs. Parasympathikus

Dein Nervensystem hat ein Yin und Yang: das Kampf-oder-Flucht-System (Sympathikus) und das Ruhe-und-Verdauungs-System (Parasympathikus).

Der Sympathikus wird unter Stress oder bei wahrgenommener Bedrohung aktiv – er bereitet den Körper auf sofortiges Handeln vor, erhöht den Herzschlag, weitet die Pupillen, drosselt die Verdauung und beschleunigt die Atmung.

Der Parasympathikus ist in ruhigen Zuständen aktiv und fördert Entspannung und Erholung – er senkt den Puls, verengt die Pupillen, regt die Verdauung an und verlangsamt die Atmung.

Rolle bei Stress und Erholung

Das vegetative Nervensystem reguliert Stress und Erholung, indem es zwischen Aktivierung und Entspannung pendelt. Der Sympathikus „fährt den Körper hoch“, schüttet Adrenalin und Cortisol aus und macht uns wachsam und reaktionsfähig. Ist die Belastung vorbei, übernimmt der Parasympathikus: Herzfrequenz und Blutdruck sinken, Verdauung und Erholung kommen wieder in Gang. Das ist eine normale, gesunde Funktion. Problematisch wird es bei chronischem Stress: Bleibt das System dauerhaft aktiv, steigt die allostatische Belastung – „Verschleiß“ an Körper und Gehirn – ebenso wie Entzündungsmarker und Anfälligkeit für Erkrankungen.

Wie sich ein dysreguliertes Nervensystem anfühlt

Kurz gesagt: nicht gut. Emotional und kognitiv kann sich das so zeigen: Brain Fog, Ängstlichkeit, ein Gefühl von „angespannt sein“ oder Reizbarkeit, innere Unruhe, Überforderung, Antriebslosigkeit oder Niedergeschlagenheit – dazu Schwierigkeiten mit Gedächtnis, Konzentration und Entscheidungen. In schwereren Fällen können Panikattacken auftreten.

Körperlich treten häufig Symptome auf wie:

  • Muskelverspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Verdauungsbeschwerden
  • schlechter Schlaf
  • Reizoffenheit
  • Herzfrequenzschwankungen: nicht die Variabilität, die deine Smartwatch feiert, sondern Spitzen und Herzklopfen bei kleinen Ereignissen.

„Wired but tired“

Es ist 23 Uhr. Du bist erschöpft – trockene Augen, schwerer Körper. Seit einer Stunde liegst du im Bett, ohne Handy, ohne Geräusche, im Dunkeln. Und doch findest du keinen Schlaf. Genau das ist „wired but tired“: Adrenalin und Cortisol sind erhöht, und dein Körper kann einfach nicht abschalten, weil er sich nicht sicher genug fühlt.

Stress, Anspannung und schlechte Erholung

Chronischer Stress führt zu mehr Anspannung und schlechterer Erholung – ein Kreislauf, in dem die Kampf-oder-Flucht-Reaktion aktiv bleibt. Das beeinträchtigt die Geweberegeneration, erhöht die Schmerzempfindlichkeit und steigert das Verletzungsrisiko.

Verbindung zum Burnout

Dauerhaft überlastete Systeme – körperlich, kognitiv, emotional – führen letztlich in Richtung Burnout. Je stärker der Stress steigt, desto weiter rückt der Zeiger Richtung Erschöpfung – mit einer Reihe weiterer gesundheitlicher Folgen.

Wie Ernährung das Nervensystem beeinflusst

Ernährung ist ein starker Hebel: Sie ist im wörtlichen Sinne der Treibstoff, mit dem dein Körper funktioniert, repariert, sich erholt und anpasst. Es überrascht also nicht, dass Ernährung eine wichtige Rolle bei der Regulation des Nervensystems spielt – und auch zu Dysregulation beitragen kann.

Zentrale Nährstoffe für das Nervensystem

  • Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für die Gesundheit des Nervensystems. Sie haben eine wichtige strukturelle Funktion in den Nerven, unterstützen die Signalübertragung zwischen den Zellen und tragen zur Reduktion von Entzündungen und potenziellen Schäden an Nervenzellen bei. Bemerkenswert: Mehr als 75 % der britischen Bevölkerung erreichen die empfohlene Zufuhr an EPA und DHA nicht.
  • Antioxidantien – darunter Polyphenole, Vitamin C und Vitamin E aus Obst und Gemüse – wirken oxidativem Stress entgegen, der bei Stoffwechselreaktionen entsteht und Nervengewebe schädigen kann.
  • B-Vitamine (B1, B6 und B12) sind entscheidend für den Erhalt und die Reparatur von Nerven sowie für die Bildung der Myelinscheide – der Schutzschicht um die Nervenzellen.
  • Magnesium verdient eine eigene Erwähnung: Es spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nervensignale und beruhigt die Nervenerregbarkeit.

Auf der anderen Seite gibt es Ernährungsmuster, die das Nervensystem belasten. Zugesetzter Zucker und raffinierte Kohlenhydrate, regelmäßig in größeren Mengen konsumiert, können Blutzuckerspitzen, Entzündungen und potenzielle Schäden in kognitiven Hirnregionen begünstigen. Trans- und gesättigte Fette in hoher Menge werden mit schlechterer kognitiver und mentaler Gesundheit assoziiert, vermutlich über entzündungsfördernde Effekte. Zu viel Koffein stimuliert das Nervensystem permanent und kann Ängstlichkeit, Zittrigkeit, Blutdruckschwankungen und schlechten Schlaf auslösen. Und Alkohol – einer der am häufigsten konsumierten schädlichen Stoffe – wirkt kurzfristig als Dämpfer auf das zentrale Nervensystem, stört die Kommunikation zwischen Nervenzellen, verlangsamt Reaktionen und beeinträchtigt die Kognition. Langfristiger starker Konsum führt zu Hirnschrumpfung und dauerhaften strukturellen Schäden – mit erhöhtem Risiko für kognitiven Abbau und Demenz.

Energie und Stressreaktion

Das Gehirn ist ein Energie-fressender Apparat – es nutzt etwa 20 % der täglich verfügbaren Energie, um die Aktivität und Kommunikation der Nervenzellen aufrechtzuerhalten. Die Energieversorgung zu regulieren, ist deshalb sowohl für die aktuelle Funktion als auch für die langfristige Struktur entscheidend.

Wichtig ist die Balance. Studien sind beim Thema Überversorgung klarer: Chronische Überernährung mit Adipositas kann Hunger- und Sättigungssignale stören und die normale Appetitregulation des Nervensystems beeinträchtigen – und so kognitive Funktion und Neuroplastizität verschlechtern.

Auf der anderen Seite deuten manche Studien darauf hin, dass Fasten regenerative Effekte auf das Gehirn haben kann – mit Hinweisen auf gesteigerte Neuroplastizität und erhöhte neurotrophe Faktoren wie BDNF. Diese Effekte stammen bislang allerdings überwiegend aus Tierstudien. Ob sich Beobachtungen aus starken Gewichtsverlustszenarien auch auf Menschen mit gesundem Gewicht übertragen lassen, ist offen.

Warum Konsistenz zählt

Konsistente Nahrungszufuhr ist aus zwei Gründen wichtig. Erstens senkt sie das Risiko von Nährstofflücken, die zu einer Dysregulation des Nervensystems beitragen können. Zweitens passt eine konstante Mahlzeitenstruktur zu deiner biologischen Uhr – der Körper bekommt das, was er erwartet, wann er es erwartet. Das hilft, den Blutzucker stabil zu halten und Heißhunger auf Lebensmittel zu reduzieren, die das Nervensystem zusätzlich belasten.

Die Darm-Hirn-Achse

Darm und Gehirn stehen in einer engeren Beziehung, als viele denken. Der Darm wird oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet – ein Verweis auf das enterische Nervensystem, eine Sammlung von Nervenzellen in der Darmwand, die die Verdauung weitgehend selbstständig steuern und gleichzeitig in ständigem Austausch mit dem Gehirn stehen.

Darm und Gehirn kommunizieren bidirektional, vor allem über den Vagusnerv. Dieser Austausch macht die Darm-Hirn-Achse zu einem zentralen Faktor für die Stimmungsregulation: Bis zu 95 % des Serotonins werden im Darm gebildet, dazu weitere Neurotransmitter wie Dopamin und GABA. Wird der Darm nicht gut versorgt, kann sich das auf mentale und körperliche Gesundheit auswirken.

Die Funktion des Darms hängt eng mit der Gesundheit des Mikrobioms zusammen – dem riesigen Ökosystem aus Mikroorganismen in deinem Darm. Ein vielfältigeres Mikrobiom, mit mehr verschiedenen Bakterienarten in größerer Anzahl, ist meist ein Marker für gute Gesundheit. Geringe Vielfalt wird mit Adipositas, Diabetes und Entzündungen in Verbindung gebracht.

Eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gesundes Mikrobiom. Ballaststoffe wirken präbiotisch – als Nahrung für die Mikroorganismen im Darm. Fermentierte Lebensmittel mit lebenden Bakterienkulturen (z. B. Joghurt, Kefir, Kimchi, Sauerkraut) können dazu beitragen, das Mikrobiom in eine günstigere Richtung zu verschieben.

Zentrale Nährstoffe für ein ruhiges Nervensystem

Magnesium und Nervenfunktion

Magnesium spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nervensignale und beruhigt die Nervenerregbarkeit. Niedrige Magnesiumspiegel werden mit erhöhter Stressempfindlichkeit und geringerer Belastbarkeit in Verbindung gebracht. Reiche Quellen sind Nüsse, Samen, Vollkorn, Hülsenfrüchte und dunkles Blattgemüse.

B-Vitamine und Energiestoffwechsel

B-Vitamine (besonders B1, B6 und B12) sind essenziell für Nervenerhalt und -reparatur, die Bildung von Myelin sowie den Energiestoffwechsel im Nervensystem. Mehrere B-Vitamine tragen zudem dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern – ein direkter Bezug zu Phasen, in denen chronischer Stress die Reserven leert.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren stützen die Struktur der Nervenzellmembranen und tragen zur Verringerung von Nervenentzündungen bei. Sie unterstützen die Signalübertragung zwischen Zellen und können Nervengewebe vor oxidativem Stress schützen. Da nur wenige Menschen die empfohlenen Zufuhrmengen erreichen, lohnt es sich, fetten Fisch, Walnüsse, Leinsamen oder algenbasierte Quellen bewusst einzubauen.

Lebensmittel für ein ausgeglichenes Nervensystem

Die wichtigsten Nährstoffe bekommst du am besten über entzündungshemmende Lebensmittel – reich an Omega-3, gesunden Fetten, Ballaststoffen, Polyphenolen und Antioxidantien. Sie wirken oxidativem Stress entgegen und helfen, Entzündungsprozesse zu regulieren, um Nervenzellen zu schützen.

Die besten Quellen für entzündungshemmende Fette sind fetter Fisch wie Lachs und Makrele (zugleich hervorragende Eiweißquellen), Chia- und Leinsamen, Avocados, Nüsse und natives Olivenöl extra.

Für Ballaststoffe, Polyphenole und Antioxidantien greifst du am besten zu tief gefärbtem Obst und Gemüse – Beeren, Kirschen, dunkles Blattgemüse (Grünkohl, Spinat), Brokkoli, Tomaten und Paprika. Vollkorn und Hülsenfrüchte – Bohnen, Linsen, Hafer, Quinoa, Vollkornreis – liefern Ballaststoffe plus eine breite Palette an Vitaminen und Mineralien.

Als Ernährungsmuster sticht die mediterrane Ernährung heraus. Mit viel Omega-3, Antioxidantien und Polyphenolen aus gesunden Fetten, Gemüse und Vollkorn wird sie mit einem langsameren kognitiven Abbau und einem geringeren Risiko für neurodegenerative Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Auch Vielfalt zählt. Wer mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche isst, hat deutlich mehr Vielfalt im Mikrobiom – und eine größere Ernährungsvielfalt wird mit Vorteilen für Stimmung und Kognition in Verbindung gebracht.

Tägliche Routinen, die das vegetative Nervensystem beruhigen

Routinen, die das Nervensystem stützen, geben dem Körper Konsistenz, Stabilität und eine regelmäßige, ausreichende Versorgung – sie helfen, vom Daueralarm im Sympathikus stärker in den ruhigen Parasympathikus zu wechseln.

Ein vorhersehbarer Alltag ist die Grundlage. Je planbarer dein Tag, desto weniger mentale Last und desto weniger wiederholte Stressreize. Nützliche Prinzipien: deine Morgen- und Abendrituale schützen, feste Mahlzeitenzeiten halten und das System nicht mit zu viel Koffein neu verkabeln.

Regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig, weil sie Blutzuckereinbrüche verhindern – und solche Einbrüche werden vom Gehirn schnell als Stresssignal interpretiert, was wiederum den Sympathikus aktiviert und Ängstlichkeit oder Müdigkeit verstärken kann. Ausgewogene Mahlzeiten mit Eiweiß, komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und gesunden Fetten halten den Blutzucker stabiler.

Auch Hydration zählt. Schon eine leichte Dehydrierung wirkt sich spürbar auf Stimmung, Konzentration und Stresslevel aus. Ein einfacher Check: die Farbe deines Urins – alles dunkler als helles Strohgelb heißt: mehr trinken.

Kurz- vs. langfristige Strategien

Am besten kombinierst du Werkzeuge für akute Stressmomente mit einer konsistenten Basis für die laufende Regulation – ein Werkzeugkasten aus reaktiven und proaktiven Strategien.

Kurzfristige Strategien: Box-Atmung, an die frische Luft gehen, Schlaf priorisieren, auf Alkohol verzichten, Bewegung. Auch ein klares „Nein“ ist eine wichtige Praxis, die viele zu selten einsetzen – Zeit für dich ist nicht egoistisch, sondern notwendig.

Langfristige Strategien drehen sich um konsequente Selbstfürsorge: nährstoffreiche, ausreichende, regelmäßige Mahlzeiten; ein konstanter Schlafrhythmus; regelmäßige Bewegung; bewusste Auszeiten; und tägliche Supplementierung, wo sinnvoll. Konsistenz ist der entscheidende Faktor – wenn deine Routinen deinem Körper laufend signalisieren, dass du dich um ihn kümmerst, fühlt er sich sicherer, stabiler und belastbarer. Genau das macht ein besser reguliertes Nervensystem aus.

Nervensystem beruhigen mit Ernährung: praktische Schritte

Hier sind einfache, nachhaltige Schritte, mit denen du dein Nervensystem über die Ernährung unterstützen kannst:

  • Mehr Omega-3 einbauen: ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche mit fettem Fisch – und morgens Chiasamen in den Porridge.
  • Blutzucker stabil halten: Mahlzeiten um Eiweiß, gesunde Fette, Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate herum aufbauen, um Energietiefs und Sympathikus-Reize zu vermeiden.
  • Den Tag mit einem eiweißreichen Frühstück starten: Räucherlachs mit Ei, griechischer Joghurt mit Beeren oder Porridge mit Proteinpulver – das stabilisiert den Blutzucker von Anfang an.
  • Energietiefs am Nachmittag vorbeugen: statt Keksen lieber Snacks, die Eiweiß und Fett kombinieren – Nüsse, körniger Frischkäse, Hummus mit Haferkeksen oder selbstgemachte Proteinriegel.
  • Koffein bewusst timen: bei Verdauungsbeschwerden oder Ängstlichkeit am Morgen Kaffee lieber zum Essen trinken als auf nüchternen Magen – das verlangsamt die Aufnahme.

Abschließende Gedanken

Dein Nervensystem zu beruhigen ist nicht immer einfach – aber Selbstfürsorge steht an erster Stelle. Auf zwei Ebenen: wie du jeden Tag für dich sorgst, und der Werkzeugkasten an Strategien für akute Stressmomente.

Konsistenz ist der Schlüssel. Deine Routine ist die Blaupause. Schlaf wird oft unterschätzt. Und Ernährung ist das tragende Rückgrat. Baue Gewohnheiten schrittweise auf, nicht über Nacht – das Ziel ist Nachhaltigkeit. Du wirst sie nicht immer perfekt umsetzen, und das ist okay. Was zählt, ist, wieder in deine Routine zurückzufinden und weiter für dich zu sorgen.

FAQ

Frage

Antwort eines Experten

Kann Ernährung helfen, das Nervensystem zu beruhigen?

Ja. Ernährung beeinflusst die Regulation des Nervensystems über mehrere Wege – die Verfügbarkeit von Nährstoffen für Signalübertragung und Nervenerhalt, die Blutzuckerstabilität, entzündungsregulierende Effekte und die Darm-Hirn-Achse. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung mit Omega-3, B-Vitaminen, Magnesium und Ballaststoffen bildet eine solide Basis für ein belastbares Nervensystem. Am besten wirkt Ernährung als Teil eines umfassenderen Lebensstilansatzes, der auch Schlaf, Stress und Bewegung berücksichtigt.

Welche Lebensmittel helfen dem Nervensystem?

Am hilfreichsten sind entzündungshemmende Lebensmittel – besonders fetter Fisch, Nüsse, Samen, natives Olivenöl extra und Avocados für gesunde Fette; tief gefärbtes Gemüse und Beeren für Antioxidantien und Polyphenole; Hülsenfrüchte, Hafer und Vollkorn für Ballaststoffe. Auch fermentierte Lebensmittel wie Joghurt und Kefir können die Darm-Hirn-Achse unterstützen. Genauso wichtig: weniger raffinierten Zucker, weniger Koffein im Übermaß, weniger Alkohol.

Welche Nährstoffe sind für das Nervensystem wichtig?

Omega-3-Fettsäuren (insbesondere EPA und DHA) unterstützen die Nervenzellmembranen und tragen zur Reduktion von Nervenentzündungen bei. B-Vitamine (B1, B6, B12) sind wichtig für Nervenerhalt, Myelinbildung und Energiestoffwechsel. Magnesium hilft bei der Regulation der Nervenerregbarkeit und unterstützt die Stressresilienz. Antioxidantien aus buntem Gemüse und Obst schützen das Nervengewebe vor oxidativem Stress.

Wie beeinflusst der Darm das Nervensystem?

Über die Darm-Hirn-Achse stehen Darm und Gehirn in ständiger, bidirektionaler Kommunikation – vor allem über den Vagusnerv. Bis zu 95 % des Serotonins, einem wichtigen Stimmungsregulator, werden im Darm gebildet. Darmbakterien produzieren außerdem weitere Neurotransmitter und B-Vitamine und beeinflussen Entzündungsprozesse im gesamten Körper. Ein gesundes, vielfältiges Mikrobiom unterstützt eine stabilere Stimmung und ausgeglichenere Stressreaktionen; ein verarmtes kann sie stören.

Helfen entzündungshemmende Lebensmittel bei Stress?

Forschung deutet darauf hin, dass eine Ernährung mit vielen entzündungshemmenden Lebensmitteln – Omega-3, Polyphenole, Antioxidantien, Ballaststoffe – die Entzündungs- und oxidativen Stressreaktionen, die mit chronischer Nervensystem-Aktivierung einhergehen, günstig beeinflussen kann. Vor allem die mediterrane Ernährung wird mit weniger Nervenentzündung und einem geringeren Risiko für stressbedingten kognitiven Abbau in Verbindung gebracht. Ernährung allein löst Stress nicht – aber sie bildet einen tragenden Teil der Grundlage.

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↡ Laufende Umfrage unter 3.000+ Kund:innen, die seit mindestens 12 Tagen AG1 nehmen.

§ In einer Beobachtungsstudie mit 35 gesunden Erwachsenen im Alter von 25 bis 48 Jahren wurde die subjektiv wahrgenommene Wirksamkeit von AG1 über einen Zeitraum von 3 Monaten untersucht. Die Studie wurde mit einer vergleichbaren Version der sich kontinuierlich weiterentwickelnden AG1 Rezeptur durchgeführt. Die Studienergebnisse sind aufgrund vergleichbarer Inhaltsstoffe und Mengen auf die aktuelle Rezeptur übertragbar.

○ Laufende Befragung Kund:innen aus 12 europäischen Ländern, die AG1 im Durchschnitt seit 9 Tagen verwenden.

⬥ Preis für ein AG1 Einzel-Abo und durchschnittliche Preise in 9 einzelnen Kategorien von Nahrungsergänzungsmitteln mit vergleichbaren Inhaltsstoffen (bereinigt um die Dosierung). Die Preise für die jeweiligen Nahrungsergänzungsmittel basieren auf dem Durchschnittspreis von drei online erhältlichen Produkten pro Kategorie, die jeweils über vergleichbare Inhaltsstoffe verfügen. Um eine faire Vergleichsgrundlage zu gewährleisten, wurden die Preise bei Produkten mit abweichenden Dosierungen rechnerisch an die in AG1 enthaltene Dosierung angepasst. Die 9 verglichenen Kategorien sind Vitamin B12, Folat (Methylfolat), Vitamin C, Vitamin E, Bakterienkulturen, Zink, Coenzym Q10, „Greens“-Pulver und Ballaststoffe.

Forschung & Studien
a. In einer dreifach verblindeten, randomisierten, placebokontrollierten parallel angelegten klinischen Studie wurden Nährstoff-Biomarker und Mikrobiomveränderungen bei 105 gesunden Erwachsenen im Alter von 20 bis 59 Jahren über einen Zeitraum von 12 Wochen untersucht.
b. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten 2-wöchigen Crossover-Studie zur Bewertung von Mikrobiomveränderungen bei 20 aktiven Erwachsene im Alter von 19 bis 37 Jahren.
c. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten, 2-wöchigen Crossover-Studie wurden Mikrobiomveränderungen bei 24 gesunden Erwachsenen im Alter von 26 bis 59 Jahren mit gelegentlichen Magen-Darm-Beschwerden durchgeführt.
d. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Crossover-Studie wurde die Bioverfügbarkeit bei 16 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 42 Jahren über einen Zeitraum von 8 Stunden untersucht.
Die Studien wurden mit einer ähnlichen Version der kontinuierlich weiterentwickelten Formulierung von AG1 durchgeführt. Die Übertragbarkeit der Studienergebnisse ist aufgrund vergleichbarer Inhaltsstoffe und Mengen gewährleistet.

◊ Wesentliche gesundheitliche Vorteile:

(1) Immunsystem: Mit den Vitaminen A, C, B6, B12, sowie Folat, Zink, Kupfer und Selen trägt AG1 zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung bei. Die tägliche Einnahme von 200 mg Vitamin C zusätzlich zur empfohlenen Tagesdosis (80 mg) trägt während und nach intensiver körperlicher Betätigung zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

(2) Energie: Vitamin C, Vitamin B6, Vitamin B12, Riboflavin (Vitamin B2), Niacin, Pantothensäure und Magnesium tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei. Biotin, Zink und Chrom tragen zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei.

(3) Verdauung: Mit Calcium trägt AG1 zur normalen Funktion von Verdauungsenzymen bei. Mit Vitamin A, Biotin, Riboflavin und Niacin trägt AG1 zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei (z.B. Darmschleimhaut).

(4) Mentaler Fokus; Psychische Funktion; Nervensystem: Mit Pantothensäure trägt AG1 zu einer normalen geistigen Leistung bei. Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei. Mit den Vitaminen C, B6, B12, sowie Thiamin, Niacin und Biotin trägt AG1 zur normalen psychischen Funktion bei und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei.

‡ Zusätzliche gesundheitliche Vorteile:

(5) Muskulatur: Mit Calcium und Magnesium trägt AG1 zu einer normalen Muskelfunktion bei.

(6) Zellschutz: Mit den Vitaminen E und C sowie Riboflavin, Zink, Kupfer, Mangan und Selen trägt AG1 dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Phosphor trägt AG1 zu einer normalen Funktion der Zellmembran bei. Folat, Vitamin B6 und B12 tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

(7) Haut, Haare, Nägel: Mit Vitamin A, sowie Riboflavin, Niacin, Biotin und Zink trägt AG1 zur Erhaltung normaler Haut bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Kupfer trägt zu normalem Bindegewebe bei. Biotin, Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Nägel bei.

(8) Hormonsystem: Mit Vitamin B6 trägt AG1 zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Zink trägt AG1 zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei. Selen trägt AG1 zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Mit Chrom trägt AG1 zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei.

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