Optimaler Energiestoffwechsel mit diesen Mikronährstoffen
Ohne Energie kein Leben. Doch wie wird aus Nährstoffen eigentlich nutzbare Energie – und welche Verhaltensweisen, Vitamine und Mineralstoffe beeinflussen den Energiestoffwechsel?
Energie ist mehr als das, was dich morgens aus dem Bett bringt – sie ist die Basis für alles, was im Körper passiert. Jede Zelle, jeder Gedanke, jede Bewegung hängt davon ab, wie gut der Energiestoffwechsel arbeitet.
Wenn er gut funktioniert, fühlst du dich wach, fokussiert und leistungsfähig. Wenn nicht, fehlt dir der Antrieb – egal, wie viel du schläfst oder isst. In diesem Artikel erfährst du, wie dein Körper Energie gewinnt, welche Nährstoffe dabei eine Schlüsselrolle spielen und was du tun kannst, um deinen Energiestoffwechsel zu aktivieren.
Auf einen Blick
- 01.
Der Energiestoffwechsel ist der Stoffwechsel-Teil, der aus Nährstoffen nutzbare Energie macht. Dies geschieht in komplexen biochemischen Prozessen, bei denen schließlich Energie meist in Form von ATP bereitgestellt wird.
- 02.
ATP ist die Energie-Währung für nahezu alle lebenswichtigen Körperfunktionen – vom Herzschlag über die Atmung bis hin zu sämtlichen Bewegungen im Training. ATP kann jedoch nicht gespeichert werden, weshalb der Energiestoffwechsel so wichtig ist. Pro Tag wird in etwa die Menge ATP produziert und verbraucht, die dem Körpergewicht entspricht.
- 03.
Mikronährstoffe wie B-Vitamine, Kupfer, Mangan und Zink sind essentiell für einen effizienten Energiestoffwechsel und die Bildung von ATP in den Mitochondrien.
Wie funktioniert der Energiestoffwechsel?
Der Energiestoffwechsel ist das Herzstück des Lebens. Denn es ist der Teil des Stoffwechsels, der Energie zum Leben bereitstellt. Und weil das so wichtig ist, gibt es verschiedene Arten, wie der Energiestoffwechsel nutzbare Energie liefert. Diese Energie wird meist in Form von Adenosintriphosphat (ATP) bereitgestellt.
Je nach Belastung funktionieren der Energiestoffwechsel und die ATP-Gewinnung entweder mit oder ohne Sauerstoff. Man nennt das auch aerob (mit Sauerstoff) und anaerob (ohne Sauerstoff).
Merke: Je kürzer eine Belastung ist, desto weniger Zeit hat der Körper Sauerstoff für die Energiegewinnung zu nutzen. Bei Sprints nutzt der Körper vor allem den sauerstofffreien (anaerob) Energiestoffwechsel, bei Belastung über mehrere Minuten bis Stunden vor allem sauerstoffreiche (aerob) Energiegewinnung.
- Sprint (0 bis 10 Sekunden): Kreatin-Phosphat
- Kurz (10 Sekunden bis ca. 3 Minuten): Glykolyse ohne Sauerstoff (anaerob)
- Mittel und lang (ab 2 Minuten): Oxidative Phosphorylierung mit Sauerstoff (aerob)
Die Zeitangaben sind jedoch nur ein Richtwert. Denn diese Systeme laufen nicht isoliert, sondern überlappen sich – wie ein Staffellauf der Energiegewinnung. Wenn das eine System ermüdet, übernimmt das nächste.
Das Ziel bleibt dabei immer gleich: ATP zu produzieren, die universelle Energiewährung unserer Zellen.
Anders als echte Währungen kann der Körper ATP nicht speichern. Er investiert es direkt – z. B. in Muskelarbeit beim Treppensteigen. Der Energiestoffwechsel befindet sich also in einem ständigen Kreislauf aus ATP-Gewinnung, -Nutzung und -Recycling. Und das in verblüffendem Umfang: Pro Tag wird eine Masse an ATP produziert und verbraucht, die deinem Körpergewicht entspricht. Bei 80 kg Körpergewicht sind das ca. 80 kg ATP.
Jede Bewegung, jeder Gedanke, jede Regeneration verbraucht ATP. Ohne ATP würde dein Herz nicht schlagen, dein Gehirn nicht denken und deine Muskeln sich nicht bewegen. Der Energiestoffwechsel ist also kein Nebenschauplatz – er ist die Grundlage des Lebens.
Was ist der Unterschied zwischen Stoffwechsel und Energiestoffwechsel?
„Stoffwechsel“ ist ein Begriff, den wir oft verwenden, aber selten wirklich verstehen. Im biologischen Sinn umfasst er alle chemischen Prozesse, die in deinem Körper ablaufen – von der Verdauung über den Muskelaufbau bis hin zur Entgiftung.
Der Energiestoffwechsel ist ein Teil dieses großen Systems – nämlich der, der dafür sorgt, dass alle anderen Prozesse überhaupt möglich sind.
Der Stoffwechsel ist wie ein riesiges Logistikzentrum, das ständig Waren ein- und auslagert. Der Energiestoffwechsel ist der Teil, der dafür sorgt, dass in diesem Zentrum überhaupt das Licht brennt.
Er verbindet also zwei Welten: die Aufnahme und den Abbau von Nährstoffen mit der Bereitstellung von Energie. Ohne diese Verknüpfung könnten Enzyme nicht arbeiten, Muskeln nicht kontrahieren und Nerven keine Signale weitergeben.
Welche Nährstoffe brauchst du für einen optimalen Energiestoffwechsel?
Damit der Energiestoffwechsel reibungslos läuft, braucht dein Körper Brennstoffe (Makronährstoffe) und Zündfunken (Mikronährstoffe).
Makronährstoffe – die Energiequellen
Die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Proteine werden nach der Verdauung abgebaut und liefern Elektronen, die als Brennstoffe des Energiestoffwechsels dienen und die Voraussetzung für die ATP-Bildung sind.
- Kohlenhydrate: liefern schnell verfügbare Energie in Form von Zucker (Glucose).
- Fette: liefern langanhaltende Energie, vor allem im Ruhezustand und bei Ausdauerbelastung.
- Eiweiß: dient primär dem Aufbau, kann aber in Notfällen ebenfalls zur Energiegewinnung beitragen.
Mikronährstoffe – die Enzymaktivatoren
Während die Makronährstoffe den „Treibstoff“ liefern, sind Mikronährstoffe die „Zündkerzen“ im Motor. Haben Kohlenhydrate und Fette als primäre Energiequellen erstmal die Brennstoffe geliefert, kommen die Mikronährstoffe zum Einsatz.
Ohne sie laufen viele Stoffwechselprozesse nur auf Sparflamme – oder gar nicht.
Hierzu gehören insbesondere:
- B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B7, B12, Folsäure): Sie aktivieren Enzyme, die Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß in Energie umwandeln. Niacin (Vitamin B3) ist z. B. Vorläufer von NAD⁺ und NADH, die beide eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielen und dafür sorgen, dass ATP gebildet werden kann. Vitamin B6 ist als Pyridoxal-5'-Phosphat (P5P) Cofaktor für hunderte Enzyme im Protein-, Glucose- und Lipidstoffwechsel – also der Umwandlung der Makronährstoffe in nutzbare Energie.
- Magnesium: Co-Faktor für mehr als 300 Enzyme – darunter viele, die ATP herstellen oder nutzen. Außerdem bildet Magnesium mit ATP einen Komplex (Mg-ATP-Komplex) und macht es dadurch erst stabil und überhaupt nutzbar. Ohne Magnesium könnte das ATP seine Phosphatgruppe nicht übertragen und wäre nutzlos. Oder einfacher gesagt: Nur mit Magnesium kann der Körper ATP als Energie nutzen.
- Kupfer, Zink, Mangan: Die Mineralstoffe spielen in der Elektronentransportkette eine Rolle und schützen die Zellen vor oxidativem Stress.3 Das Kupfer hat eine direkte Rolle bei der Energiegewinnung: Es leitet Elektronen weiter und reduziert Sauerstoff – ermöglicht also den finalen Schritt des Energiestoffwechsels. Zink und Mangan agieren als Schutzschild und reparieren Schäden, die bei der Energiegewinnung in der Zelle entstehen.
Du siehst: Ohne Mikronährstoffe läuft dein Stoffwechsel wie ein Motor ohne Zündkerzen – der Brennstoff ist da, aber es passiert nichts.
Gut zu wissen
AG1 enthält essenzielle Mikronährstoffe, die einen aktiven Energiestoffwechsel unterstützen.3 Dazu zählen vor allem: B-Vitamine wie Vitamin B12 und B6 sowie Magnesium, Mangan, Kupfer und Zink.
So regst du deinen Energiestoffwechsel an
Ein gut funktionierender Energiestoffwechsel ist kein Zufall, sondern das Ergebnis aus Lebensstil, Bewegung, Nährstoffversorgung und Erholung.
1. Bewegung: Energie aktiviert Energie
Regelmäßige körperliche Aktivität erhöht die Zahl und Effizienz deiner Mitochondrien, den „Kraftwerken“ deiner Zellen. In diesen Mitochondrien findet die Gewinnung von ATP unter Sauerstoffverbrauch (aerob) statt.
Schon moderate Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren regt die Energieproduktion an – intensivere Einheiten wie Intervalltraining bringen einen zusätzlichen Turboeffekt. Und Muskelaufbau durch gezieltes Krafttraining sorgt schließlich dafür, dass neue Mitochondrien in den neuen Muskelzellen entstehen.
2. Ausreichend Protein
Protein ist nicht nur ein Baustoff, sondern auch Signalgeber. Die Aminosäuren im Protein bauen und erhalten Muskelmasse, und Muskeln sind die größten Energieverbraucher im Körper. Je mehr Muskelmasse, desto höher dein Grundumsatz und aktiver der Stoffwechsel.
Und da Muskelzellen wegen ihres besonders hohen Energiebedarfs auch viele Mitochondrien brauchen, ist ein Zuwachs an Muskelmasse nicht nur gut für die Prävention vieler Zivilisationskrankheiten, sondern es regt auch den Stoffwechsel an.
3. Schlaf und Stressmanagement
Schlafmangel und chronischer Stress können die Hormone aus dem Gleichgewicht bringen. Das kann den Energiestoffwechsel hemmen und die Mitochondrienfunktion stören. Erholsamer Schlaf, aktive Regeneration und bewusste Pausen sind keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in deinen Stoffwechsel und Energiehaushalt.
4. Mikronährstoffe gezielt zuführen
Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung liefert viele Vitamine und Mineralstoffe. Doch moderne Lebensweise, Stress und unausgewogene Ernährung können eine optimale Versorgung zur Herausforderung machen. Hochwertige Ergänzungen wie AG1 können hier unterstützen mit einer Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Pflanzenstoffen und Bakterienkulturen, die auf die Unterstützung des Energiestoffwechsels abgestimmt ist.2
Dein Nährstoff-Boost – von Expert:innen empfohlen
Starte jetzt mit AG1
So kannst du deinen Stoffwechsel anregen
Nachdem wir uns schon damit befasst haben, wie wir den Energiestoffwechsel als Teil des gesamten Stoffwechsels anregen können, schauen wir uns jetzt allgemeine Tipps an, um den Metabolismus als Ganzes anzuregen.
1. Krafttraining
Krafttraining baut Muskelmasse auf und erhöht die mitochondriale Dichte. Denn wenn neue Muskeln aus Stammzellen entstehen, dann bilden sich mit der Muskulatur auch neue Mitochondrien. Diese Kraftwerke der Zelle werden benötigt, um die hungrigen Muskelzellen mit der Energiewährung ATP zu versorgen.
2. Alltagsbewegung
Alltagsbewegung steigert die NEAT (Non-Exercise Activity Thermogenesis). Das ist jener Energieverbrauch, der explizit nicht durch Sport erzielt wird. Dazu gehören sämtliche Arten der Bewegung: Gehen, Treppensteigen, Hausarbeit, Zappeln, mit den Füßen wippen und Stehen. Das Tolle: NEAT kann ganz ohne Ausrüstung und Vorbereitung gesteigert werden, es reicht eine einfache Gewohnheitsänderung.
3. Proteinreiche Ernährung
Was Alltagsbewegung für NEAT bedeutet, das ist Protein für die sogenannte nahrungsinduzierte Thermogenese (TEF). Von den 3 Makronährstoffen hat Protein mit Abstand den höchsten TEF, verbraucht also alleine für seine Verdauung und Stoffwechsel die meiste Energie. Nämlich 20-30 % der Protein-Kalorien. Bei Kohlenhydraten sind es nur 5-10 % und bei Fetten sogar nur bis zu 3 %.
4. Achtsamkeit und mentale Energie
Psychische Belastung kann die Energieproduktion und den Stoffwechsel im Körper direkt hemmen. Atemübungen, Meditation oder bewusste Pausen wirken regulierend auf den Hormonhaushalt – und schaffen auch Raum für Regeneration auf zellulärer Ebene.
5. Starkes Nährstoff-Fundament
Mikronährstoffe sorgen dafür, dass der Stoffwechsel aktiv bleibt und reibungslos funktioniert. Das gilt für die gesamte Palette des Stoffwechsels: von der Nährstoffaufnahme (z. B. Calcium als wichtiger Mineralstoff für Verdauungsenzyme),7 über Energiegewinnung, Aufbau von Gewebe und Ausscheidung von Nährstoffen. Ohne starkes Nährstoff-Fundament kein aktiver Stoffwechsel.
Fazit: Wie rege ich meinen Energiestoffwechsel an?
Ein aktiver Energiestoffwechsel ist das Ergebnis eines gut abgestimmten Zusammenspiels aus Ernährung, Bewegung, Regeneration und Mikronährstoffversorgung. Entscheidend ist dabei nicht, einzelne Aspekte isoliert zu betrachten, sondern den Körper als System zu verstehen: Nur wenn alle Teile ineinandergreifen, kann Energie effizient bereitgestellt werden.
Im Zentrum steht dabei die Zelle – genauer gesagt: ihre Mitochondrien. Sie wandeln Nährstoffe in ATP um und bestimmen damit, wie leistungsfähig du dich fühlst. Doch Mitochondrien sind empfindlich. Sie reagieren auf Stress oder Nährstoffdefizite. Ein gesunder Lebensstil wirkt daher wie ein Trainingsprogramm für diese winzigen Kraftwerke: Bewegung regt ihre Bildung an, Regeneration und Antioxidantien fördert ihre Reparatur, und Mikronährstoffe halten die biochemischen Prozesse am Laufen.3
Für einen aktiven Energiestoffwechsel braucht dein Körper also drei Dinge:
- Ausreichend Brennstoff in Form von hochwertigen Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen.
- Die richtigen Zündkerzen: Vitamine und Mineralstoffe, die den Motor überhaupt starten lassen.
- Ein ausgewogenes Umfeld: genügend Bewegung, Erholung und mentale Balance, damit der Stoffwechsel in Takt bleibt.
Ein optimal funktionierender Energiestoffwechsel ist also kein kurzfristiger Boost, sondern das Fundament deiner Vitalität. Wer ihn pflegt, investiert in nachhaltige Energie – Tag für Tag.
Quellen:
Jan Rein
Ökotrophologe, Ernährungsökonom und Buchautor
Jan Rein ist Ökotrophologe, Ernährungsökonom und Buchautor. Der Ernährungsexperte teilt sein Wissen rund um Nährstoffe, Darmgesundheit und Stoffwechsel jede Woche im Podcast "Heißer Brei". 2017 erschien sein Reizdarm-Ratgeber "Das Pups-Tabu: Was wirklich gegen Blähungen hilft – und dem Darm guttut" und 2024 das Buch "Proteine: Warum brauchen wir mehr Eiweiß?"
Du willst noch mehr?
Bekommst du. Direkt in dein Postfach.