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Ständig müde trotz viel Schlaf? Die häufigsten Ursachen erklärt

Du fühlst dich ständig müde, selbst nach einer ganzen Nacht Schlaf? Erfahre, was hinter anhaltender Müdigkeit steckt, von Schlaf und Stress über Nährstoffe bis Lebensstil, und was du tun kannst, um deine Energie zurückzugewinnen.

Verfasst von Ernährungsexperte Adriano Dos Santos, MSc
9 MIN READ — ZULETZT AKTUALISIERT — 10/08/2026

Darum geht’s

  • 01.

    Warum bin ich immer müde?

  • 02.

    Häufige Ursachen für ständige Müdigkeit

  • 03.

    Die Rolle der Ernährung beim Energielevel

  • 04.

    So bekommst du deine Energie zurück

  • 05.

    Wann du dir zusätzliche Unterstützung holen solltest

Müdigkeit ist ein Signal. Und in der Praxis liegt die Antwort selten an einem einzelnen Nährstoff oder einer einzelnen schlechten Gewohnheit. Es ist ein Cluster aus kleinen Missverhältnissen zwischen deinem Schlaf, deinem Stress, deiner Ernährung und der inneren Uhr, die das Ganze koordinieren sollte.

Auf einen Blick

  • 01.

    Müdigkeit ist kein Charakterfehler und nichts, was man einfach durchstehen muss. Sie ist ein Signal, dass etwas in deinem Tagesrhythmus aus der Spur geraten ist.

  • 02.

    Die häufigsten Treiber überlagern sich: schlechte Schlafqualität, chronischer Stress, marginale Nährstofflücken, zu wenig oder zu viel Bewegung und eine innere Uhr, die nicht mehr zu deinem Alltag passt.

  • 03.

    Dein zirkadianes System steuert das Timing von Energieproduktion, Hormonausschüttung und Erholung. Wenn dieses Timing bricht, ist Müdigkeit meist das erste Warnsignal.

  • 04.

    Die B-Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12, Folat, Eisen, Magnesium und Vitamin C tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Sie sind die Cofaktoren, ohne die deine Mitochondrien nicht arbeiten.

  • 05.

    Kleine, konsequente Veränderungen bei Schlafrhythmus, Mahlzeitenstruktur, Tageslicht und Stress-Erholung bewirken mehr, als viele denken, vorausgesetzt, du hältst sie die ganze Woche durch, nicht nur an den Tagen, an denen du motiviert bist.

Lerne unseren Experten kennen

Adriano Dos Santos, MSc

MSc Schlafmedizin – Praktiker für Ernährung und Schlafmedizin

Adriano ist Praktiker und Forscher mit Schwerpunkt auf zirkadianen Rhythmen, Chrononutrition, Darmmikrobiom und Schlafmedizin, mit Praxen in London, Den Haag und Dubai. Er hält einen Bachelor in Ernährungswissenschaft und einen Master in Schlafmedizin des Universitätsspitals Bern bei Professor Claudio Bassetti und hat Forschung in begutachteten Fachzeitschriften wie Nutrients und Frontiers in Physiology veröffentlicht. Seine klinische Arbeit verbindet fundierte zirkadiane und Mikrobiom-Forschung mit messbaren, evidenzbasierten Protokollen für Stoffwechselgesundheit, Schlaf und Kognition.

Warum bin ich immer müde?

Eine 41-jährige Strategiedirektorin saß im vergangenen Frühling in einer Beratung. Drei Kinder, solide Ernährung, viermal pro Woche im Fitnessstudio, laut Tracker acht Stunden Schlaf. Ihr Eröffnungssatz: „Ich bin nicht depressiv. Ich bin nicht faul. Ich bin einfach erschöpft, und ich verstehe nicht, warum.“ Viele Menschen werden ihre Geschichte wiedererkennen. Vor zwanzig Jahren hätte sie eine anstrengende Woche weggesteckt und sich am Wochenende erholt. Jetzt hüllte ein Sonntagsbrunch sie bereits am Nachmittag in einen Nebel. Sie hatte Alkohol gestrichen, ihr Eiweiß verdoppelt, Kaffee gegen Matcha getauscht. Nichts davon hatte etwas bewegt. Ihre Müdigkeit war kein einzelnes fehlendes Puzzleteil. Sie war ein Muster. Und genau dieses Muster übersehen die meisten, wenn sie um 14 Uhr an einem Dienstag „warum bin ich immer müde“ in die Suchmaschine tippen.

Müdigkeit ist keine Diagnose. Sie ist, frustrierenderweise, ein unspezifisches Symptom. Sie kann aus schlechtem Schlaf, einer unzureichenden Nährstoffversorgung, chronischem Stress, mangelnder Fitness, Dehydrierung, Medikamentennebenwirkungen oder zugrunde liegenden Erkrankungen entstehen, die ärztliche Abklärung brauchen.

Hartnäckig wird sie, weil sich die Ursachen überlagern. Wer unregelmäßig schläft, isst meist auch unregelmäßig. Mittagessen wird übersprungen, abends wird schwer gegessen, um 16 Uhr noch ein Kaffee zum Durchhalten, und um Mitternacht liegt man hellwach beim Scrollen. Jede Gewohnheit für sich ist klein. In Summe potenzieren sie sich, und der Körper trägt die Rechnung.

Denk an Müdigkeit als Timing-Problem, nicht nur als Ressourcen-Problem. Deine Biologie braucht die richtigen Inputs nicht nur in der richtigen Menge, sondern in der richtigen Reihenfolge, zur richtigen Stunde. Das zirkadiane System, deine innere Uhr, hält diese Ordnung. Wenn es verrutscht, sinkt die Energieproduktion auch dann, wenn alle Rohstoffe vorhanden sind.

Häufige Ursachen für ständige Müdigkeit

Schlechte Schlafqualität

Stunden im Bett sind nicht dasselbe wie Stunden erholsamen Schlafs. Du kannst dich acht Stunden hinlegen und unausgeruht aufwachen, wenn dein Schlaf fragmentiert ist, deine Schlafarchitektur gestört ist oder deine innere Uhr gegen den Wecker arbeitet.

Schlafqualität hängt davon ab, dass du sauber durch NREM- und REM-Schlaf zyklierst. Tiefer NREM-Schlaf ist die Phase, in der die meiste körperliche Reparatur stattfindet. Er räumt Stoffwechselabfälle aus dem Gehirn über das glymphatische System, schüttet Wachstumshormone aus und festigt Erinnerungen.⊕ REM-Schlaf, der vor allem in der zweiten Nachthälfte stattfindet, unterstützt Emotionsregulation und kognitive Flexibilität.

Das in der Praxis am häufigsten beobachtete Muster ist sozialer Jetlag: ein chronisches Missverhältnis zwischen biologischer Uhr und sozialem Zeitplan. Späte Nächte am Wochenende, Ausschlafen am Samstag, Montagmorgen um 06:30 Uhr klingelt der Wecker wie eine Ohrfeige. Der Körper erlebt das wie einen wöchentlichen Transatlantikflug hin und zurück. Forschung verbindet sozialen Jetlag mit höherer Müdigkeit, schlechterer Stimmung und ungünstigeren Stoffwechselwerten.⊕

Die Lösung ist nicht „mehr schlafen“. Sie ist konsistent schlafen, und zwar zu der Zeit, die zu deiner Biologie passt. Der suprachiasmatische Nukleus, deine zentrale Uhr, steuert das Timing jeder Schlafphase. Passe deinen Rhythmus an die Uhr an, und die Architektur stabilisiert sich. Kämpfe dagegen, und keine Stundenzahl gleicht das vollständig aus.

Chronischer Stress

Die akute Stressreaktion ist gesund. Cortisol steigt morgens an, die Aufmerksamkeit schärft sich für eine Aufgabe: Das ist das System bei der Arbeit. Chronischer Stress beginnt, wenn der Rhythmus selbst zusammenbricht. Cortisol hat keinen sauberen Morgenpeak mehr und fällt nicht zum Abend hin ab. Stattdessen bleibt es erhöht oder flacht ab, und die Tageskurve verliert ihre Form.

Mit der Zeit verändert sich die HPA-Achse. Die Cortisol-Aufwachreaktion wird stumpfer, du wachst ohne natürliche Wachheit auf, und der Cortisolspiegel am Abend steigt, was den Beginn der Melatoninausschüttung stört. Patient:innen beschreiben das Ergebnis klarer als jede klinische Erklärung: tagsüber müde, abends wired.

Das vegetative Nervensystem sitzt im Zentrum. Chronischer Stress versetzt Menschen in einen sympathischen Dauerzustand: den Kampf-oder-Flucht-Modus als Default. Hält das an, leidet die Verdauung, die Ruheherzfrequenz steigt, der Schlaf fragmentiert sich und die Energie wird langfristig erschöpft. Monatelang erlebt, deckt sich das eng mit dem, was die WHO heute als Burnout beschreibt: emotionale Erschöpfung, Distanz, ein Nervensystem, das verlernt hat, abzuschalten.

Nährstoffversorgung und Mängel

Zellen produzieren Energie über biochemische Reaktionen, die auf bestimmte Mikronährstoffe angewiesen sind. B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B12 und Folat) sind als Cofaktoren am Zitratzyklus und an der Atmungskette beteiligt. Eisen transportiert Sauerstoff im Hämoglobin. Magnesium ist an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen rund um die ATP-Produktion beteiligt.⊕ Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Du musst nicht klinisch im Mangel sein, um die Effekte zu spüren. Subklinische Unterversorgung, also Werte unter dem Optimum, die im Standardblutbild nicht auffallen, kann die mitochondriale Leistung spürbar beeinträchtigen, besonders unter chronischem Stress oder hoher Trainingsbelastung. In der Praxis sieht man am häufigsten keine deutliche Mangelerscheinung, sondern leichte Unterversorgung in mehreren Mikronährstoffen gleichzeitig, typisch für eine Ernährung, die kalorienreich, aber nährstoffarm ist.

Können Antibiotika müde machen?

Überraschend oft ja. Breitspektrum-Antibiotika treffen nicht nur Krankheitserreger, sie stören die nützliche Darmflora, die an Nährstoffaufnahme, der Bildung von Neurotransmitter-Vorstufen und der Synthese kurzkettiger Fettsäuren beteiligt ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass schon eine einzelne Ciprofloxacin-Kur die mikrobielle Vielfalt über Monate verringern kann.⊕

Warum ist das für die Energie relevant? Darmbakterien produzieren kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmschleimhaut versorgen und die Barrierefunktion unterstützen. Sie bilden außerdem B-Vitamine und beeinflussen den Tryptophan-Serotonin-Stoffwechsel, und Serotonin ist eine Vorstufe von Melatonin, dem Hormon, das den Schlafrhythmus stabilisiert. Eine einzige Antibiotikakur kann über das Mikrobiom die Nährstoffaufnahme verschlechtern, das Neurotransmitter-Gleichgewicht verändern und den Schlaf stören: eine schleichende Müdigkeit, die die meisten nie auf den Auslöser zurückführen.

Bewegung: zu wenig oder zu viel

Beide Extreme entziehen Energie. Ein sitzender Lebensstil führt zu schlechterer Fitness und einer geringeren Mitochondriendichte in der Muskulatur. Der Körper produziert weniger Energie, weil seine Kapazität dafür sinkt. Übertraining, genauer gesagt zu wenig Erholung, ist die andere Seite derselben Medaille: Cortisol bleibt erhöht, Entzündung steigt, Schlaf leidet und Müdigkeit häuft sich schneller an, als Erholung sie auflösen kann. Der Sweetspot liegt bei regelmäßiger, moderater Bewegung, idealerweise draußen, weil Tageslicht den zirkadianen Rhythmus gleichzeitig stärkt.

Lebensstil-Faktoren

  • Hydrierung: Schon eine leichte Dehydrierung (1 bis 2 Prozent des Körpergewichts) beeinträchtigt messbar die Kognition und erhöht das Müdigkeitsempfinden.⊕ Die meisten Schreibtischarbeiter:innen trinken zu wenig, ohne es zu merken.
  • Lichtexposition: Bildschirmlicht am Abend unterdrückt Melatonin und verzögert den Schlafbeginn. Wer drinnen arbeitet, bekommt tagsüber meist nur 200 bis 400 Lux Licht, deutlich weniger, als das zirkadiane System braucht. Entscheidend ist der Kontrast: helles Tageslicht, gedämpftes Licht am Abend.
  • Koffein-Timing: Koffein hat eine Halbwertszeit von fünf bis sechs Stunden.⊕ Ein Kaffee um 15 Uhr ist um 21 Uhr noch zur Hälfte aktiv und reduziert den Tiefschlaf, auch wenn du die „richtige“ Stundenzahl im Bett warst.⊕ Die meisten „Ich schlafe gut, aber wache müde auf“-Morgen sind Koffein-Reste.

Die Rolle der Ernährung beim Energielevel

Energie ist auf zellulärer Ebene ein biochemisches Ergebnis. Mitochondrien wandeln Makronährstoffe in ATP um, aber die Umwandlung braucht eine konstante Versorgung mit Cofaktoren: B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Vitamin C.

Blutzuckerstabilität zählt genauso wie Nährstoffdichte. Eine Mahlzeit mit vielen raffinierten Kohlenhydraten lässt den Blutzucker steigen, löst eine überproportionale Insulin-Antwort aus und stürzt dich eine Stunde später in ein reaktives Tief. Eine Mahlzeit, die auf Eiweiß, gesunden Fetten, Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten aufgebaut ist, gibt Glukose gleichmäßiger ab, ohne das Wechselspiel aus Spitze und Einbruch.

Dann ist da noch die Nährstoffdichte selbst. Stark verarbeitete Lebensmittel machen in vielen westlichen Ernährungen mehr als die Hälfte der Kalorienaufnahme aus.⊕ Sie sind dicht an Kalorien und dünn an Mikronährstoffen. Genau in dieser Lücke zwischen Kalorien und Mikronährstoffen verlieren viele Menschen still ihre Energie, oft ohne dass je ein Mangel im Routine-Blutbild auffällt.

Tägliche Konsistenz wird am meisten unterschätzt. Eine ausgewogene Mahlzeit gleicht drei chaotische Tage nicht aus. Wer es ehrlich schwer hat, allein über die Ernährung eine ausreichende Mikronährstoffversorgung zu erreichen, etwa wegen eines fordernden Alltags, Ernährungseinschränkungen oder der Realität moderner Lebensmittelsysteme, für den kann eine gut formulierte Grundversorgung als Nahrungsergänzung eine sinnvolle Rolle spielen, um Lücken zu schließen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

So bekommst du deine Energie zurück

Verankere deinen Schlafrhythmus

Jeden Tag dieselbe Aufwachzeit, auch am Wochenende. Dieser eine Hebel stabilisiert das zirkadiane System mehr als jedes Schlaf-Gadget. Helles Tageslicht in den ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Aufstehen verankert deine zentrale Uhr für den Tag. Abends Licht dimmen und in den letzten zwei Stunden vor dem Schlafengehen Bildschirme reduzieren. Morgens Licht, abends dunkel: kostenlos, evidenzbasiert und wirksamer, als die meisten glauben, bevor sie es ausprobieren.

Iss an den meisten Tagen gleich

Baue Mahlzeiten um Vollwertkost: Eiweiß zu jeder Mahlzeit, Gemüse und Ballaststoffe, gesunde Fette, komplexe Kohlenhydrate. Wenn du intervallfastest, lege das Essensfenster eher in die frühere Tageshälfte, denn Essen am späten Abend stört den zirkadianen Stoffwechsel. Achte auf die Mikronährstoffe, die den Energiestoffwechsel tragen: B-Vitamine, Eisen (vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter), Magnesium und Vitamin C.

Trainiere dein Nervensystem auf Erholung

Stressmanagement ist kein Wellness-Extra, sondern eine metabolische Notwendigkeit. Such dir eine Praxis (Atemarbeit, ein Spaziergang im echten Tageslicht, ein nicht-verhandelbares Wind-down-Ritual) und mach sie lange genug, damit dein Nervensystem wieder lernt, zwischen Zuständen zu wechseln. Die konkrete Methode zählt weniger als die Regelmäßigkeit. Es geht nicht darum, dich „ruhig zu fühlen“. Du trainierst dein vegetatives Nervensystem darauf, wieder zwischen Sympathikus und Parasympathikus zu wechseln.

Baue deinen Tagesrhythmus auf und schütze ihn

Das zirkadiane System lebt von Regelmäßigkeit: regelmäßige Aufwachzeiten, regelmäßige Mahlzeiten, regelmäßige Lichtexposition, regelmäßige Bewegung. Eine perfekte Montagmorgenroutine nützt wenig, wenn Dienstag bis Sonntag unstrukturiert sind. Dein Körper mittelt nicht, er lernt, wie deine Woche aussieht.

Wann du dir zusätzliche Unterstützung holen solltest

Die meisten Formen von Müdigkeit reagieren auf die beschriebenen Veränderungen. Anhaltende, ungeklärte Müdigkeit, die sich auch mit besserem Schlaf, konsistenter Ernährung und gut gemanagtem Stress nicht verschiebt, gehört in die ärztliche Abklärung.⊕

Hol dir zeitnah ärztlichen Rat, wenn eines dieser Warnzeichen dazukommt:⊕

  • Du schnarchst laut oder hast nachts Atemaussetzer. Das kann auf eine Schlafapnoe hindeuten.
  • Du schläfst tagsüber in unpassenden Situationen ein, etwa im Gespräch oder am Steuer.
  • Nach kleiner körperlicher oder geistiger Anstrengung geht es dir deutlich schlechter, oft erst Stunden später.
  • Konzentration und Gedächtnis lassen seit Wochen nach, der sogenannte Brain Fog.
  • Du hast vor Kurzem ein neues Medikament begonnen. Blutdrucksenker, Antihistaminika, Antidepressiva, Opioide, Neuroleptika und Migränemittel können müde machen. Setz nichts eigenmächtig ab, sondern sprich es in der Praxis an.

Ursachen, die chronische Müdigkeit antreiben können, sind unter anderem Schilddrüsenfunktionsstörungen, Eisenmangel-Anämie, Vitamin-D-Mangel, Insulinresistenz, Zöliakie, Depression und Schlafstörungen wie obstruktive Schlafapnoe. Wenn deine Müdigkeit länger als vier Wochen anhält oder mit ungewolltem Gewichtsverlust, anhaltenden Schmerzen oder Stimmungsveränderungen einhergeht, hol dir bitte Unterstützung bei einer qualifizierten medizinischen Fachperson.

Abschließende Gedanken zu Müdigkeit

Müdigkeit ist kein persönliches Versagen, sondern ein Signal, dass etwas in deinem Tagesrhythmus aus der Spur geraten ist. Schlafzeiten, gleichbleibende Ernährung, Stress-Erholung, Lichtexposition, Bewegung: das sind die Inputs, auf die deine Biologie angewiesen ist, um zuverlässig Energie zu produzieren. Vieles davon liegt in deiner Hand, nicht alles auf einmal und nicht perfekt. Aber diese Dinge bewegen den Körper sichtbar, oft schon bis Freitag: eine stabilere Aufwachzeit, ein ordentliches Frühstück, zehn Minuten helles Licht um 7 Uhr. Dein Körper weiß, wie das geht. Er braucht nur, dass du aufhörst, ihn zu übersteuern.

FAQ

Frage

Antwort eines Experten

Warum bin ich immer müde, obwohl ich genug schlafe?

Genug Stunden im Bett bedeuten nicht automatisch erholsamen Schlaf. Eine schlechte Schlafqualität, etwa durch fragmentierten Schlaf, unregelmäßige Schlafzeiten oder eine Verschiebung der inneren Uhr, kann dazu führen, dass du dich auch nach sieben oder acht Stunden nicht ausgeruht fühlst. Tiefer NREM- und REM-Schlaf erfüllen unterschiedliche Funktionen für die Erholung und brauchen das richtige Timing sowie eine passende Umgebung. Wer ausreichend schläft und trotzdem erschöpft aufwacht, hat meist ein Qualitäts- und Timing-Problem, kein reines Mengenproblem.

Was sind die häufigsten Ursachen für Müdigkeit?

Schlechter Schlaf, chronischer Stress, Nährstofflücken (vor allem bei B-Vitaminen, Eisen, Magnesium und Vitamin C), zu wenig oder zu viel Bewegung, Dehydrierung und später Koffeinkonsum: Selten ist nur ein Faktor verantwortlich. Diese Faktoren schichten sich übereinander. Ein unregelmäßiger Tagesrhythmus bringt die innere Uhr aus dem Takt und beeinflusst dadurch Schlaf, Stoffwechsel und Stressregulation gleichzeitig.

Kann die Ernährung den Energielevel beeinflussen?

Absolut. Deine Zellen brauchen bestimmte Mikronährstoffe wie B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Vitamin C, um Nahrung in nutzbare Energie umzuwandeln. Eine Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln kann ausreichend Kalorien liefern und gleichzeitig zu wenig dieser Cofaktoren enthalten. Auch Blutzuckerstabilität spielt eine Rolle: Mahlzeiten mit vielen einfachen Kohlenhydraten lösen schnelle Anstiege und Abfälle aus, während ausgewogene Mahlzeiten mit Eiweiß, Ballaststoffen und gesunden Fetten gleichmäßiger Energie liefern.

Kann Stress dafür sorgen, dass man ständig müde ist?

Ja. Chronischer Stress stört die HPA-Achse und den natürlichen Cortisol-Rhythmus. Die Folge: eine abgeflachte Cortisol-Aufwachreaktion am Morgen und ein erhöhter Cortisolspiegel am Abend, der den Schlaf stört. Das klassische Muster: tagsüber erschöpft, abends nicht abschaltbar. Stressbedingte Müdigkeit ist physiologisch, nicht eingebildet.

Wann sollte ich anhaltende Müdigkeit ärztlich abklären lassen?

Wenn deine Müdigkeit länger als vier Wochen anhält, obwohl du Schlaf, Ernährung und Stress angepasst hast, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Müdigkeit zusammen mit ungewollter Gewichtsveränderung, anhaltenden Schmerzen oder spürbarem kognitivem Abbau kann auf Schilddrüsenfunktionsstörungen, Anämie, Insulinresistenz, Schlafapnoe oder andere Erkrankungen hinweisen, die einer Diagnose und Behandlung bedürfen.

Quellen

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): S3-Leitlinie Müdigkeit, AWMF-Register-Nr. 053-002 (2022). register.awmf.org

DEGAM: Patienteninformation Müdigkeit zur S3-Leitlinie (2022). register.awmf.org

Gardiner, C. et al.: The effect of caffeine on subsequent sleep: A systematic review and meta-analysis. Sleep Medicine Reviews 69, 101764 (2023). sciencedirect.com

Institute of Medicine: Caffeine for the Sustainment of Mental Task Performance, Kapitel 2: Pharmacology of Caffeine (2001). ncbi.nlm.nih.gov

Wittmann, M., Dinich, J., Merrow, M., Roenneberg, T.: Social jetlag: Misalignment of biological and social time. Chronobiology International 23(1-2), 497-509 (2006). doi.org

Dethlefsen, L., Relman, D. A.: Incomplete recovery and individualized responses of the human distal gut microbiota to repeated antibiotic perturbation. PNAS 108 (Suppl. 1), 4554-4561 (2011). pnas.org

Xie, L. et al.: Sleep drives metabolite clearance from the adult brain. Science 342(6156), 373-377 (2013). doi.org

Ganio, M. S. et al.: Mild dehydration impairs cognitive performance and mood of men. British Journal of Nutrition 106(10), 1535-1543 (2011). pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

Martínez Steele, E. et al.: Ultra-processed foods and added sugars in the US diet: evidence from a nationally representative cross-sectional study. BMJ Open 6, e009892 (2016). bmjopen.bmj.com

National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements: Magnesium, Fact Sheet for Health Professionals. ods.od.nih.gov

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↡ Laufende Umfrage unter 3.000+ Kund:innen, die seit mindestens 12 Tagen AG1 nehmen.

§ In einer Beobachtungsstudie mit 35 gesunden Erwachsenen im Alter von 25 bis 48 Jahren wurde die subjektiv wahrgenommene Wirksamkeit von AG1 über einen Zeitraum von 3 Monaten untersucht. Die Studie wurde mit einer vergleichbaren Version der sich kontinuierlich weiterentwickelnden AG1 Rezeptur durchgeführt. Die Studienergebnisse sind aufgrund vergleichbarer Inhaltsstoffe und Mengen auf die aktuelle Rezeptur übertragbar.

○ Laufende Befragung Kund:innen aus 12 europäischen Ländern, die AG1 im Durchschnitt seit 9 Tagen verwenden.

⬥ Preis für ein AG1 Einzel-Abo und durchschnittliche Preise in 9 einzelnen Kategorien von Nahrungsergänzungsmitteln mit vergleichbaren Inhaltsstoffen (bereinigt um die Dosierung). Die Preise für die jeweiligen Nahrungsergänzungsmittel basieren auf dem Durchschnittspreis von drei online erhältlichen Produkten pro Kategorie, die jeweils über vergleichbare Inhaltsstoffe verfügen. Um eine faire Vergleichsgrundlage zu gewährleisten, wurden die Preise bei Produkten mit abweichenden Dosierungen rechnerisch an die in AG1 enthaltene Dosierung angepasst. Die 9 verglichenen Kategorien sind Vitamin B12, Folat (Methylfolat), Vitamin C, Vitamin E, Bakterienkulturen, Zink, Coenzym Q10, „Greens“-Pulver und Ballaststoffe.

Forschung & Studien
a. In einer dreifach verblindeten, randomisierten, placebokontrollierten parallel angelegten klinischen Studie wurden Nährstoff-Biomarker und Mikrobiomveränderungen bei 105 gesunden Erwachsenen im Alter von 20 bis 59 Jahren über einen Zeitraum von 12 Wochen untersucht.
b. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten 2-wöchigen Crossover-Studie zur Bewertung von Mikrobiomveränderungen bei 20 aktiven Erwachsene im Alter von 19 bis 37 Jahren.
c. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten, 2-wöchigen Crossover-Studie wurden Mikrobiomveränderungen bei 24 gesunden Erwachsenen im Alter von 26 bis 59 Jahren mit gelegentlichen Magen-Darm-Beschwerden durchgeführt.
d. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Crossover-Studie wurde die Bioverfügbarkeit bei 16 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 42 Jahren über einen Zeitraum von 8 Stunden untersucht.
Die Studien wurden mit einer ähnlichen Version der kontinuierlich weiterentwickelten Formulierung von AG1 durchgeführt. Die Übertragbarkeit der Studienergebnisse ist aufgrund vergleichbarer Inhaltsstoffe und Mengen gewährleistet.

◊ Wesentliche gesundheitliche Vorteile:

(1) Immunsystem: Mit den Vitaminen A, C, B6, B12, sowie Folat, Zink, Kupfer und Selen trägt AG1 zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung bei. Die tägliche Einnahme von 200 mg Vitamin C zusätzlich zur empfohlenen Tagesdosis (80 mg) trägt während und nach intensiver körperlicher Betätigung zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

(2) Energie: Vitamin C, Vitamin B6, Vitamin B12, Riboflavin (Vitamin B2), Niacin, Pantothensäure und Magnesium tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei. Biotin, Zink und Chrom tragen zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei.

(3) Verdauung: Mit Calcium trägt AG1 zur normalen Funktion von Verdauungsenzymen bei. Mit Vitamin A, Biotin, Riboflavin und Niacin trägt AG1 zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei (z.B. Darmschleimhaut).

(4) Mentaler Fokus; Psychische Funktion; Nervensystem: Mit Pantothensäure trägt AG1 zu einer normalen geistigen Leistung bei. Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei. Mit den Vitaminen C, B6, B12, sowie Thiamin, Niacin und Biotin trägt AG1 zur normalen psychischen Funktion bei und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei.

‡ Zusätzliche gesundheitliche Vorteile:

(5) Muskulatur: Mit Calcium und Magnesium trägt AG1 zu einer normalen Muskelfunktion bei.

(6) Zellschutz: Mit den Vitaminen E und C sowie Riboflavin, Zink, Kupfer, Mangan und Selen trägt AG1 dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Phosphor trägt AG1 zu einer normalen Funktion der Zellmembran bei. Folat, Vitamin B6 und B12 tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

(7) Haut, Haare, Nägel: Mit Vitamin A, sowie Riboflavin, Niacin, Biotin und Zink trägt AG1 zur Erhaltung normaler Haut bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Kupfer trägt zu normalem Bindegewebe bei. Biotin, Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Nägel bei.

(8) Hormonsystem: Mit Vitamin B6 trägt AG1 zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Zink trägt AG1 zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei. Selen trägt AG1 zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Mit Chrom trägt AG1 zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei.

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