
Antientzündliche Ernährung – was ist das überhaupt? Hier erfährst du, welche Nährstoffe vor Entzündungen schützen können.
Entzündung – das klingt schon nicht gut. Und ist es auch nicht: von wiederkehrenden Hautproblemen, über ungewollte Gewichtszunahme bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen – die Ursache dafür können Entzündungen im Körper sein. Hier erfährst du, was die Wissenschaft über antientzündliche Ernährung sagt und welche Lebensmittel und Stoffe du besser meiden solltest.
Auf einen Blick
Entzündungen sind eine natürliche Reaktion des Körpers auf beispielsweise Verletzungen oder bestimmte Krankheiten. Akute Entzündungen sind in der Regel hilfreich, können aber schädlich werden, wenn sie chronisch werden.
Chronische Entzündungen können durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter ungesunde Ernährung, Schlafmangel und Rauchen.
Oxidativer Stress, verursacht durch eine Überproduktion von freien Radikalen im Körper, kann Entzündungen fördern und umgekehrt.
Eine antientzündliche Ernährung zielt darauf ab, entzündungsfördernde Lebensmittel zu vermeiden und entzündungshemmende Lebensmittel zu bevorzugen. Dazu gehören Lebensmittel reich an Antioxidantien wie Vitamin C (z. B. Zitrusfrüchte), Vitamin E (z. B. Mandeln), Beta-Carotin (z. B. Karotten), Lycopin (z. B. Tomaten), Zink (z. B. Kürbiskerne), Selen (z. B. Paranüsse) sowie ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (z. B. Lachs).
Eine Entzündung ist – ganz allgemein gesagt – eine Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems auf einen Reiz. Du kennst wahrscheinlich den Klassiker: Du hast einen Splitter im Finger und anschließend wird die Stelle warm, schwillt an, rötet sich und wird empfindlich. Das geschieht, weil dein Körper kurzzeitig mehr Blut und Abwehrzellen zu der Wunde leitet. Zusammen mit bestimmten Entzündungsmediatoren wie etwa Histamin unterstützen sie die Heilung der Wunde.
Entzündungen können viele verschiedene Ursachen haben:
Eine akute Entzündung ist somit ein natürlicher Prozess, der deinem Körper hilft zu heilen und sich vor Schäden zu schützen. Allerdings kann sie auch schädlich sein – nämlich dann, wenn sie chronisch und systemisch wird. Das heißt, wenn die Entzündung lange anhält und sich langsam im Körper ausbreitet. Denn dann können Entzündungen deine Organe wie Herz oder Gehirn schädigen und zu einer Vielzahl von Krankheiten führen – zum Beispiel zu , Krebs, Alzheimer oder Diabetes.
Unter oxidativem Stress versteht man, wenn im Körper zu viele freie Radikale, sogenannte reaktive Sauerstoffspezies, gebildet werden. Das sind Moleküle, die Sauerstoff und ein zusätzliches Elektron enthalten. Ihr chemischer Aufbau führt dazu, dass reaktive Sauerstoffspezies sehr schnell Reaktionen mit anderen Molekülen eingehen.
Und das kann zu einem Problem werden. Denn nimmt der Anteil der reaktiven Sauerstoffspezies zu, reichen die Schutzmechanismen des Körpers (neutralisierende Enzyme und Antioxidantien) nicht mehr aus, um die Wirkung zu kompensieren. Die Folge: Sie reagieren vermehrt mit körpereigenen Molekülen wie Proteinen und Genen – und richten auf diese Weise Schäden an den Zellen an. Und das wiederum setzt eine Kettenreaktion in Gang, die damit endet, dass eine Entzündung ausgelöst wird.
Oxidativer Stress löst nicht nur Entzündungen aus. Auch umgekehrt erhöhen Entzündungen die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies durch Immunzellen. Als Teil der Immunantwort helfen die freien Radikale dabei, Bakterien und andere Krankheitserreger abzuwehren. Kommt es aufgrund der Entzündung zu einer langanhaltenden Freisetzung von reaktiven Sauerstoffspezies durch das , kann das zu oxidativem Stress führen und die Entzündung verschlimmern. Auf diese Weise kann es zu chronischen Entzündungen kommen. Dadurch entsteht ein gefährlicher Kreislauf aus Entzündungen und oxidativem Stress.
Aber woher weißt du, dass dein Körper gerade mit einer unterschwelligen Entzündung kämpft? Ganz einfach ist das nicht zu sagen, denn welche Symptome dabei auftreten und wie ausgeprägt sie sind, ist individuell sehr unterschiedlich. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die häufig bei einer chronischen Entzündung auftreten:
Um die Risikofaktoren für chronische Entzündungen zu reduzieren, solltest du also:
Aber was bedeutet gesunde Ernährung in Bezug auf Entzündungen? Das ist das Kerngebiet der sogenannten antientzündlichen Ernährung. Die antiinflammatorische Ernährung, wie sie auch genannt wird, zielt darauf ab, Entzündungen und ihre gesundheitlichen Folgen zu minimieren und deine Gesundheit insgesamt zu verbessern.
Dafür sind zwei Schritte entscheidend. Mit der antientzündlichen Ernährung sollen:
Die Schwierigkeit daran: Jeder Mensch kann auf unterschiedliche Auslöser mit einer leichten Entzündung reagieren. Daher gibt es leider keine allgemeingültige Formel für eine antientzündliche Ernährung. Allerdings gibt es einige Anhaltspunkte, die dir dabei helfen können, die Wahrscheinlichkeit von Entzündungen durch deine Ernährung zu reduzieren.
So gehören zu den Stoffen, die Entzündungen im Körper begünstigen können, unter anderem:
Stoffe, die über deine Ernährung gegen Entzündungen helfen können, sind vor allem Antioxidantien. Denn sie können freie Radikale binden und auf diese Weise unschädlich machen. Zu den natürlichen Antioxidantien in Lebensmitteln zählen zum Beispiel:

Entzündungsfördernde und entzündungshemmende Lebensmittel
Deine Ernährung kann dir also dabei helfen, unterschwellige, chronische Entzündungen in deinem Körper unwahrscheinlicher zu machen. Um das zu erreichen, kannst du deinen Speiseplan wie folgt gestalten:
https://www.gesundheitsinformation.de/was-ist-eine-entzuendung.html
https://www.nature.com/articles/s41591-019-0675-0
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/B9780128032695000024
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/B9780128032695000024
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095254620300399
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6545920/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK493173/
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916523236102?via%3Dihub
https://www.researchgate.net/profile/Chukwuebuka-Egbuna/publication/320637907_Oxidative_Stress_and_Nutrition/links/5a019ba04585152c9db07aa6/Oxidative-Stress-and-Nutrition.pdf
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21795740/
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/B9780128032695000024
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3704564/
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Das Problem dabei ist: Nicht nur eindeutige Verletzungen und Krankheiten können eine Entzündung begünstigen. Auch dein Lebensstil spielt eine Rolle. So können folgende Gewohnheiten eine unterschwellige, chronisch-systemische Entzündung begünstigen:
Einer der Einflussfaktoren, die zu chronisch-systemischen Entzündungen beitragen, ist der sogenannte oxidative Stress.
Aber: reaktive Sauerstoffspezies sind nicht per se schlecht. Der Körper produziert sie etwa zur Bekämpfung von Krankheitserregern oder als Signalstoffe in verschiedenen Geweben. Sie entstehen aber auch ganz regulär als Nebenprodukt deines Stoffwechsels. Problematisch wird es erst, wenn zu viele freie Radikale entstehen. Faktoren, die diese exzessive Bildung begünstigen, sind zum Beispiel:
Heißt das, du musst ab jetzt auf Sport verzichten? Nein. Nach heutigem Wissensstand produziert intensive Bewegung zwar eine gewisse Menge reaktiver Sauerstoffspezies, allerdings spielen diese eine wichtige Rolle bei der Anpassung deiner Muskulatur an Trainingsstimuli. Zudem geht die Forschung davon aus, dass bei intensiver Bewegung trotzdem nicht so viele freie Radikale entstehen, dass es sich nachteilig auf die Gesundheit auswirkt.
Bei all diesen Faktoren ist zu beachten, dass dein Körper Systeme zur Abwehr der freien Radikale hat. Eine einzelne, ungesunde Angewohnheit muss also nicht unbedingt dazu führen, dass du eine chronische Entzündung entwickelst. Wie gut dein Körper mit diesen Stressoren umgehen kann, wird auch als Resilienz bezeichnet.
Wie du erkennst, ob du womöglich an einer chronischen Entzündung leidest und wie du dein körpereigenes, entzündungshemmendes System unterstützen kannst, erfährst du in den folgenden Abschnitten.
Zudem können die klassischen Symptome einer Entzündung wie Rötungen oder Schwellungen, etwa an Gelenken der Hände und Füße, auftreten.
Aber auch ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, etwa aus Lein- oder Olivenöl, können dazu beitragen, Entzündungen zu lindern.
Du siehst, eine antiinflammatorische Ernährung muss nicht kompliziert sein. Alle essenziellen Bestandteile kannst du über deine Nahrung aufnehmen – wenn diese ausgewogen und vollwertig ist. Nahrungsergänzungsmittel wie AG1 können die Nährstoffaufnahme zusätzlich unterstützen. AG1 enthält u. a. viele wichtige Mikronährstoffe und Antioxidantien, die deine Zellen vor oxidativem Stress schützen (3). Es ersetzt eine ausgewogene Ernährung selbstverständlich nicht, kann aber Teil einer gesunden Routine sein.