
Kannst du dich nur schwer konzentrieren und fühlst dich schlapp und niedergeschlagen? Dann lass’ über mögliche Ursachen und Lösungen sprechen.
Fällt es dir schon seit Längerem schwer, morgens aufzustehen, obwohl du eigentlich genug geschlafen hast? Kannst du dich nur schwer konzentrieren und fühlst dich schlapp und niedergeschlagen? Das können typische Anzeichen einer Antriebslosigkeit sein. Erfahre hier mehr über Symptome, Ursachen und Auswege.
Bekommst du. Direkt in dein Postfach.
Auf einen Blick
Antriebslosigkeit kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben – von Nährstoffmängeln (z.B. Vitamin D oder B12) bis hin zu emotionalen Belastungen wie Stress oder Depressionen. Es ist wichtig, die genauen Ursachen zu identifizieren, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.
Eine ganzheitliche Lösung umfasst sowohl die Wiederherstellung eines gesunden Nährstoffgleichgewichts als auch psychologische Ansätze wie Entspannungstechniken und Stressbewältigung. Beides spielt eine entscheidende Rolle, um langfristig aus der Antriebslosigkeit herauszukommen.
Praktische Tipps im Alltag wie Bewegung an der frischen Luft, soziale Kontakte, gesunde Ernährung und das Setzen kleiner erreichbarer Ziele können dazu beitragen, die Antriebslosigkeit Schritt für Schritt zu überwinden und wieder Motivation zu finden.
Bei Antriebslosigkeit geht es nicht darum, dass du zu manchen Dingen keine Lust hast oder vielleicht auch manchmal zu nichts Lust hast. Kurze Null-Bock-Phasen sind normal. Antriebslosigkeit ist auch nicht mit Faulheit gleichzusetzen. Faulheit unterscheidet sich von Motivationslosigkeit dadurch, dass du sie genießen kannst, während du unter Antriebslosigkeit leidest.
Eine echte Antriebsstörung ist geprägt von länger andauernden Symptomen wie:
Kommst du über mehrere Wochen nicht aus diesem Tief heraus, solltest du den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Antriebslosigkeit ist keine Erkrankung. Sie kann aber symptomatisch für Mangelerscheinungen oder Erkrankungen sein. Du solltest dich daher nicht mit deiner Lethargie abfinden und Hilfe suchen.
Es ist nicht immer leicht, bei Antriebslosigkeit die Ursachen zu finden. Sie können physischer oder psychischer Natur sein. Zu den häufigen körperlichen Ursachen gehören:
Klassische psychische Ursachen für Antriebsschwäche sind etwa:
Wenn du nichts gegen quälende Motivationslosigkeit unternimmst, können sich die Symptome verstärken und schließlich in einer regelrechten Spirale münden. Mögliche Folgen sind Blutdruckschwankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel oder Herzrasen. Dauerhafte Anspannung kann Muskelverspannungen verbunden mit Gelenk-, Kopf- und Rückenschmerzen hervorrufen.
Während Antriebslosigkeit einerseits ein Symptom von Depressionen ist, kann sie andererseits eine Depression verursachen. Es ist also wichtig, dass du bei Antriebslosigkeit nach Ursachen suchst. Scheue dich nicht, um ärztlichen Rat zu bitten. Ärztinnen und Ärzte nehmen die Problematik von Antriebsstörungen ernst und stehen dir hilfreich zur Seite.
Häufig ist ein Nährstoffmangel verantwortlich für Antriebsschwächen. Deine Ärztin oder dein Arzt kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob du ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt bist. Fehlt es etwa an Vitamin B12, Folsäure, Eisen oder Vitamin D, kann eine einseitige Ernährung dafür verantwortlich sein, dass du motivationslos bist. Eine ausgewogene Ernährung ist daher wichtig. Bei einem starken Mangel können Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente helfen. Dazu wird deine Ärztin oder dein Arzt dich beraten.
Wenn die ärztliche Untersuchung keine körperlichen Ursachen für deine Motivationsschwäche ergibt, können psychologische Ansätze sinnvoll sein. Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie bieten dir gegebenenfalls nach einem intensiven Gespräch hilfreiche, auf deine persönliche Situation abgestimmte Therapien an, etwa:
Du erhältst außerdem Tipps, wie du die Therapien unterstützen kannst.
Die nachfolgenden Tipps können die ärztlichen Therapien unterstützen und dir helfen, aus deiner Antriebsschwäche herauszufinden.
Beginne in kleinen Schritten und nimm dir nicht zu viel vor. Kleine Ziele sind leichter zu erreichen und bringen Erfolgserlebnisse.
Bewegung verbraucht nicht nur Energie, sondern sorgt auch dafür, dass du neue Energie gewinnst. Um dich leichter motivieren zu können, solltest du dich für die Aktivität entscheiden, die du besonders magst. Tageslicht trägt zu deiner Versorgung mit Vitamin D bei.
Nach jeder Aktivität benötigt dein Körper eine Ruhephase. Schaffe also die richtige Balance und gönne dir Entspannungsphasen. Musik und ein angenehmes Raumaroma aus der Duftlampe können dabei helfen.
Achte darauf, ausreichend frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch und Fleisch auf deinen Speiseplan zu setzen.
Erstelle einen Tagesplan mit deinen Aktivitäten und Ruhephasen und halte dich an deine Planung. Hake jeden erfolgreich bewältigten Punkt auf dem Plan ab.
Auch wenn es dir schwerfällt, solltest du Kontakte zu Freunden und Familie suchen. Gute Gespräche lenken dich ab und können neue Energie liefern. Am besten verabredest du dich fest, sodass es schwerer ist, deiner Antriebsschwäche nachzugeben.
Für jeden Tag, an dem du dich erfolgreich gegen dein Antriebstief wehrst, solltest du dich belohnen. Ein Restaurantbesuch, dein Lieblingseisbecher oder eine Massage motivieren dich für den nächsten Tag.
Mega B. Herlambang, Fokie Cnossen, Niels A. Taatgen: The effects of intrinsic motivation on mental fatigue, in: PLOS One, 2021
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0243754
Laurel S. Morris, Mora M. Grehl, Sarah B. Rutter, Marishka Mehta, Margaret L. Westwater: On what motivates us: a detailed review of instrinsic v. extrinsic motivation, in: Cambridge University Press, 2022
https://www.cambridge.org/core/journals/psychological-medicine/article/on-what-motivates-us-a-detailed-review-of-intrinsic-v-extrinsic-motivation/3FC35CD80D991744CD764AF2FBCD3BBB
Dole H. Schunk, Maria K. DiBenedetto: Advances in Motivation Science, Chapter Four – Self-efficacy and human motivation, in Science Direct, 2020
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2215091920300158
Max-Planck-Gesellschaft: Ursache für Antriebslosigkeit bei Depression entdeckt, 2024
https://www.mpg.de/21375339/0112-pskl-ein-blicke-in-die-depression-153150-x
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): Eisen, 2024
https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/eisen/